Dumper zum Durchstarten

Bergmann bietet anwenderorientierte Sonderlösungen

Sondermulde, Ladekran, Ladepritsche mit Schwerlast-Boden, 2-Wege-Laufwerk oder ein Mulden-Schnellwechselsystem für den flinken Austausch der Mulde durch eine Arbeitsplattform oder einen Betonmischer – was der Anwender auf der Baustelle braucht, das ist für die Bergmann Maschinenbau GmbH & Co. KG das Maß aller Dinge. Reinsetzen, durchstarten – ist die Devise. Dafür liefert der Dumper-Experte aus dem niedersächsischen Meppen gern das „gewisse Extra“, das die Arbeit auf der Baustelle einfacher, schneller und damit oft auch wirtschaftlicher macht. „Wir liefern unseren Kunden den Dumper exakt so, wie sie ihn brauchen. Und das wissen unsere Kunden sehr zu schätzen“, sagt Dirk Fasthoff, Bereichsleiter Fahrzeugbau.

Stets ein offenes Ohr für Sonderwünsche

Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit wie ein zusätzlicher Scheinwerfer am Tunneldumper 5025, der permanent auch den Bereich hinter dem Fahrzeug sicher ausleuchtet. Sicherheit war auch ausschlaggebend für die Ausstattung eines Bergmann 3012 mit einer automatischen Abdeckplane, damit kritische Schüttgüter gefahrlos transportiert werden können. Ein anderer Dumper 3012 wurde als Zugfahrzeug mit Kran und teleskopierbarem Schwanenhalsaufleger gebaut und leistet beim Transport von Langgut im Pipelinebau gute Dienste. Und auf der Basis des Dumpers 2060 PLUS hat Bergmann eine Sonderlösung mit Sondermulde für den Einsatz in Fußballstadien entwickelt. Die Firma Heiler Sportplatzbau nutzt die Bergmann Dumper für den Einbau und die Instandhaltung des Rasens in den Fußballstadien fast aller Top-Clubs.

Für solche Sonderwünsche hat man in dem familiengeführten mittelständischen Unternehmen stets ein offenes Ohr. So ist Waldemar Grabowski, Qualitäts- und Maschinenbauingenieur bei Bergmann, häufig „draußen“ auf der Baustelle, um gut zu verstehen, für welche spezielle Herausforderung eine Lösung gesucht wird. Mit diesem Wissen aus der Praxis geht er „direkt in die Entwicklungsabteilung und wenig später in die Linie“, wie er sagt.

Ferngesteuerter Mulchrob für Truppenübungsplätze

Nur sieben Monate hatte es gedauert, bis die Meppener im Kundenauftrag ein komplettes Sonderfahrzeug entwickelt, getestet und gebaut hatte. Die Rede ist von einem ferngesteuerten Mulchrob-Kettendumper für die Wehrtechnische Dienststelle WTD 91 in Meppen. Das 21 Tonnen schwere Spezialfahrzeug kommt da zum Einsatz, wo andere Fahrzeuge kapitulieren: in der Landschaftspflege in extrem feuchtem Gelände. Vorn ist der Dumper mit einer Spezialfräse ausgestattet, die bis zu 35 Zentimeter starke Birken in Mulch verwandelt. Pro Quadratzentimeter Boden übt der Kettendumper viel weniger Druck aus als ein menschlicher Fuß. Im Moor darf die Bodenbelastung 150 Gramm pro Quadratzentimeter nicht überschreiben. Der menschliche Fußabdruck kommt auf durchschnittlich 700 Gramm. Deshalb misst jede der beiden Ketten aus Kunststoff einen Meter in der Breite. Sie verteilen das Gewicht des 3 x 8,5 Meter großen Fahrzeugs gleichmäßig über die Fläche. Über Kameras, Laptop und eine Fernsteuerung lässt sich das Fahrzeug selbst aus 1,6 Kilometer Entfernung noch steuern. Im WTD-Gelände gibt es 4.000 Hektar Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Der Mulchrob soll 60 bis 80 Hektar im Jahr bearbeiten. Laut Fasthoff haben bereits weitere Truppenübungsplätze Interesse bekundet.

„Oft kostet die Erfüllung von Sonderwünschen gar nicht so viel, wie man vielleicht erwartet“, sagt Fasthoff. „Viele Sonderlösungen realisieren wir auf der Basis hochwertiger Standard-Komponenten, die wir im Laufe von 55 Jahren entwickelt und gebaut haben.“ Die Basis jeder Sonderlösung bilden die Grundmodelle der Serien 2000, 3000 und 4000 im Nutzlastbereich von 3 bis 12 Tonnen.